11. bis 24. Februar 2008

10. April:
1. Saison ade - in Sachsens WM-Wintersportregion Altenberg

Mit den letzten Schneefeldern im Erzgebirge ist die erste Saison der Wintersport Altenberg GmbH (WiA) in Verbindung mit dem OK für Wettkämpfe ade. Nun ist es Zeit zurückzublicken und Neues anzugehen.
Mit der feierlichen Eröffnung der in einer Rekordzeit von fünf Monaten umgebauten Rennschlitten und Bobbahn (RSBB) am 2. November 2007 konnten die Kufensportler ihre Wintersaison planmäßig beginnen.

Wettbewerbe der Saison
Bei mehr als 20 regionalen Wettbewerben, die durch die sächsischen Vereine vorbereitet und umgesetzt wurden, waren auch eine Vielzahl von hochkarätigen Meisterschaften im Rennrodel, Bob und Skeleton für die Fans und Freunde des schnellen Kufensports zu erleben.
Nationale Höhepunkte waren dabei die offiziellen Selektionsrennen der Bob- und Skeletonfahrer zu Beginn der Wintersaison und die Deutschen Meisterschaften um den ENSO-Pokal in der Jahreswende. Internationale Wettbewerbe konnten beim ALBA Junioren Rodel-Weltcup, mit über 120 Startern aus 20 Nationen und dem Weltcup gleich im Anschluss an die Oberhofer Rodel WM im Februar, erlebt werden.

Sportbegeisterte aus Nah und Fern sahen die FIBT Weltmeisterschaften 2008 als das sportliche Großevent in "Sachsens WM-Wintersportregion Altenberg". Die weltbesten Bob- und Skeletonsportler kürten in der Zeit vom 11. bis 24. Februar 2008 ihre Meister.

Angefangen mit dem "Über-Weltmeister" Andre Lange (2er/4er Bob), weiter mit Sandra Kiriasis (2er Bob/Teamwettbewerb), Anja Huber (Skeleton, Teamwettbewerb) und Matthias Höpfner (Teamwettbewerb), konnte Deutschland fünf von sechs WM-Titeln erkämpfen.

Auch die sächsische Bilanz war zwei Jahre vor Beginn der Olympischen Spiele in Vancouver 2010 ausgezeichnet. Mit Cathleen Martini und ihrer Anschieberin Janin Tischer als nunmehr Doppel-Vize-Weltmeisterinnen im 2er Bob und dem Bob-Team Höpfner, mit Bronze im 4er Bob sowie Gold in der Teamwertung, konnten der SC Oberbärenburg und unsere sächsischen Athleten zu frieden sein. Zwei Silbermedaillen gingen im 2er Bob nach Riesa. Pilot Thomas Florschütz und Anschieber Mirko Pätzold, die erstmals eine komplette Weltcupsaison im 2er und 4er durchfahren haben, waren zum sportlichen Höhepunkt fit. Nochmals Gratulation den sächsischen Siegern und Platzierten.

An dieser Stelle möchten wir die für die Organisation und Durchführung der Weltmeisterschaft erhaltene Anerkennung und Glückwünsche an alle weitergeben, die daran beteiligt waren. Unser Dank geht zu den vielen fleißigen Helfern vor Ort, allen Mitwirkenden aus den Kommunen und Ämtern sowie den politisch Verantwortlichen im Land Sachsen und in den Kreistagen, allen voran den Landräten Bernd Greif (Weißeritzkreis) und Michael Geisler (Sächsische Schweiz). Darin eingeschlossen geht der Dank an das Bundesministerium des Innern (BMI) und das Sächsische Ministerium für Kultus (SMK) als die Hauptförderer des Sports.
Weiterhin danken wir unseren WM- und Jahressponsoren, die durch ihr Engagement Werbung beziehen, aber vor allem in unserer Region gesellschaftlich Verantwortung übernehmen. Wir danken der Ostsächsischen Sparkasse Dresden in Verbindung mit dem Ostdeutschen Sparkassenverband als langjähriger Sportförderer und Hauptsponsor der WM, dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) in Verbindung mit den Regionalen Verkehrsbetrieben Dresden (RVD) für die weltmeisterliche Logistik- und Transportabsicherung.
Dank dem MDR 1 Radio Sachsen und MDR Sachsenspiegel, mit ihrer umfassenden Berichterstattung und Programmbereicherung mit ihren Moderatoren, als unseren Medienpartnern vor und während der WM. Den Service-Unternehmen ALBA und ENSO, die ihren Focus auf nachhaltige Nachwuchsförderung in der Region legen. Dank an unsere Partner Wernesgrüner Pils, Lichtenauer Mineralquellen und die beteiligten nationalen und internationalen Sportverbände. Ein ganz besonderer Dank geht an die zigtausend Besucher an der Bahn, die mit den Athleten für ein großartiges Fest und eine einzigartige Atmosphäre als Gastgeber gesorgt haben. Dank auch an die vielen Nichtgenannten, ohne die diese WM nie so gelungen wäre, wie sie war.

27. März:
Wirtschaftsmeeting / Promirodeln

Infos zum WirtschaftsmeetingIm Rahmen der Bauhaus FIBT Bob und Skeleton Weltmeisterschaften 2008 fand ein Wirtschaftsmeeting mit Promirodeln statt.
Alle Infos, Ergebnisse und Bilder, sowie die Möglichkeit der Voranmeldung für 2009 finden Sie hier.



24. Februar:
Viererbob-WM mit zweitbester ARD-Sportquote
17,3 Prozent Marktanteil in Altenberg

Altenberg (WM-Presse 2008) Auch beim Abschluss-Wochenende glänzen die Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften Bob & Skeleton in Altenberg mit hervorragenden Einschaltquoten. Die Live-Übertragung der ersten beiden Durchgänge im Viererbob sorgte bei der ARD am Samstagnachmittag für die zweitbeste Tagesquote im Sport.
Durchschnittlich 1,17 Millionen Zuschauer schauten vor dem ARD-Bildschirm zu, wie André Lange mit seiner Crew für ein beruhigendes Polster vor den beiden abschließenden Läufen am Sonntag sorgte. Das entspricht einem Marktanteil von 17,3 Prozent. Nur die Übertragung der Skiflug-WM aus Oberstdorf erzielte mit 20,7 Prozent Marktanteil (2,97 Millionen Zuschauer) einen besseren Wert.
Für eine gute TV-Quote sorgte auch die Übertragung der Entscheidung im Skeleton der Damen. 1,83 Millionen Zuschauer im Durchschnitt verfolgten am Fernsehschirm, wie Anja Huber aus Berchtesgaden zum ersten Mal Weltmeisterin wurde. Der Marktanteil betrug 14,9 Prozent.
Am vergangenen Wochenende hatte das ZDF bei den Übertragungen von den Entscheidungen im Damenbob und Zweierbob der Herren Marktanteile von bis zu 24,4 Prozent erreicht.

24. Februar:
André Lange ist und bleibt das Maß aller Dinge
Viererbob-Gold in Altenberg, zweites WM-Double, achter Titel

Weltmeisterteam LangeAltenberg (WM-Presse 2008) André Lange vom BSR Rennsteig Oberhof ist und bleibt das Maß aller Dinge im Bobsport. Bei den Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften Bob & Skeleton in Altenberg gewann der dreimalige Olympiasieger mit seiner Crew René Hoppe, Kevin Kuske und Martin Putze haushoch überlegen den Titel im Viererbob. Es war sein zweites WM-Double nach 2003 in Lake Placid und sein achter Titel insgesamt.
Der 34 Jahre alte Thüringer stellte vor 11.000 Zuschauern im dritten Lauf mit 53,17 Sekunden seinen neuen Bahnrekord (Vorher: Thomas Florschütz: 53,90 Sekunden) auf und siegte in einer Gesamtzeit von 3:36,26 Minuten. Silber ging an den Russen Aleksandr Zubkov mit seinem Team und einem Rückstand von schier unglaublichen 2,02 Sekunden. Bronze gewann Lokalmatador Matthias Höpfner vom SC Oberbärenburg mit einem Rückstand von 2,59 Sekunden.
Sterneregen für die Weltmeister André Lange (GER / Dreimaliger Olympiasieger und achtmaliger Weltmeister):
"Der Spaß an der Sache ist meine Motivation. Aber 2010 nach den Olympischen Winterspielen ist Schluss, da hört der Spaß auf. 2000 bei der WM hier in Altenberg war eine ähnliche Stimmung."
Aleksandr Zubkov (RUS / WM-Dritter Zweier 2008, Olympia-Zweiter Vierer 2006, Europameister Zweier 2008):
"Wir hatten hier nur fünf Trainingsfahrten, André und die anderen Deutschen vielleicht 80 oder 100. Ich glaube, Deutschland wollte hier alle drei Medaillen gewinnen. Aber wir als russisches Team sind im Bobsport jetzt die Nummer zwei."
Matthias Höpfner (GER / WM-Vierter Zweierbob 2008) :
"Heute war Zahltag für die harte Arbeit in den vergangenen Jahren. Mir fehlen die schnellen Beine von André. Die Bronzemedaille gibt mir Planungssicherheit für die nächsten Jahre. Ich habe heute gewonnen."

Ergebnisse
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23. Februar:
Anja Huber erstmals Weltmeisterin im Skeleton
Silber für Katie Uhlaender und Bronze an Kerstin Jürgens

Katie Uhlaender, Anja Huber und Kerstin JürgensAltenberg (WM-Presse 2008) Altenberg (WM-Presse 2008) Altenberg (WM-Presse 2008) Europameisterin Anja Huber hat ihren ersten WM-Titel im Skeleton gewonnen. Die 24 Jahre alte Studentin siegte bei den Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften Bob & Skeleton 2008 in Altenberg in 4:02,78 Minuten vor der Weltcup-Gesamtsiegerin Katie Uhlaender (0,30 Sekunden zurück) aus den USA.
Die Bronzemedaille gewann vor insgesamt 10.000 Zuschauern überraschend Kerstin Jürgens (1,12 Sekunden zurück) von der RSG Hochsauerland, die dank Bestzeit im vierten und entscheidenden Lauf noch die Kanadierin Michelle Kelly (1,29 Sekunden zurück) vom Siegerpodest verdrängen konnte.
Anja Huber (GER / Europameisterin 2007 und 2008):
"Mein Hauptziel war eigentlich, den EM-Titel in Cesana zu verteidigen. Alles andere ist nur Zucker. Ich habe ja mit Raimund Bethge den pessimistischsten Trainer innerhalb des BSD, der ja schon mit Rang sechs zufrieden gewesen wäre. Ich freue mich aber, dass ich ihn eines Besseren belehren konnte."
Katie Uhlaender (USA / Weltcup-Gesamtsiegerin 2008):
"Ich bin einfach nur glücklich. Enttäuscht war ich nur von meinem zweiten Lauf, als ich einen Beinahe-Crash hatte.
Kerstin Jürgens (GER / Europameisterin 2005):
"Das gibt es selbst im Skeleton selten, dass man im letzten Lauf fast eine Sekunde aufholt. Meine Saison ist noch nicht ganz zu Ende. Ich darf noch bei der Eröffnung der Olympiabahn in Whistler mit von der Partie sein."

Ergebnisse
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22. Februar:
Kristan Bromley erstmals Skeleton-Weltmeister
Montgomery Zweiter - Bronze für Rommel

Kristan Bromley mit Shelly Rudman und Töchterchen Ella-MarieAltenberg (WM-Presse 2008) Altenberg (WM-Presse 2008) Der britische Weltcupsieger und Europameister Kristan Bromley gewann bei den Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften 2008 in Altenberg seinen ersten WM-Titel im Skeleton. Der 35-Jährige verwies in 3:54,71 Minuten den Kanadier Jon Montgomery (0,68 Sekunden zurück) und Frank Rommel (0,74 Sekunden zurück) aus Zella-Mehlis auf die Plätze zwei und drei. Frank Rommel verbesserte sich im vierten und letzten Lauf von Rang vier auf den Bronzeplatz.
Das Glück des Frank Rommel war das Pech des Florian Grassl, der vor dem entscheidenden Lauf Silber vor Augen hatte, aber noch auf Platz vier zurück fiel. Gerade fünf Hundertstelsekunden rennten ihn am Ende von Bronze. Kristan Bromley feierte seinen WM-Titel mit seiner Tochter Ella-Marie auf dem Arm. Mutter des vier Monate alten Babies ist Shelly Rudman, Olympia-Zweite im Skeleton bei den Winterspielen 2006 in Turin.
Kristan Bromley (GBR / Zweimaliger Weltcup-Gesamtsieger):
"Das ist der größte Erfolg meiner Laufbahn. Besonders stolz macht mich, in einer Saison sowohl die Weltcup-Gesamtwertung als auch den EM-Titel und als Krönung den WM-Titel gewonnen zu haben. Das war das härteste Rennen meines Lebens."
Jon Montgomery (CAN / Zweiter der Weltcup-Gesamtwertung):
"Ich bin erst seit zwei Jahren so richtig im Skeleton-Geschäft, da nehme ich die Silbermedaille sehr gerne entgegen. Im nächsten Jahr muss ich mich aber trotz dieses Erfolges neu für das kanadische Team qualifizieren, um dann später bei Olympia 2010 in Vancouver mit von der Partie zu sein."
Frank Rommel (EM-Zweiter 2006):
"Ich habe überhaupt nicht an eine Medaille gedacht, ich wollte nur vier konstant gute Läufe ins Ziel bringen. Fast alle machten Fehler, die mir halt nicht passiert sind."

Ergebnisse
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22. Februar:
Anja Huber darf vom WM-Titel träumen
"Halbzeit"-Führende vor Katie Uhlaender und Michelle Kelly

Europameisterin Anja HuberAltenberg (WM-Presse 2008) Europameisterin Anja Huber darf von ihrem ersten WM-Titel träumen. Die 24 Jahre alte Studentin geht bei den Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften Bob & Skeleton 2008 in Altenberg als "Halbzeit"-Spitzenreiterin in die beiden entscheidenden Läufe im Skeleton am Samstag
(23. Februar 2008 / Start: 14.00 Uhr).
Vor 4.000 Zuschauern, darunter am "Tag der Schulen" zahlreiche Kinder, kam Anja Huber auf eine Gesamtzeit von 2:02,47 Minuten. Die Deutsche Meisterin weist damit einen Vorsprung von 0,29 Sekunden auf die Weltcup-Gesamtsiegerin Katie Uhlaender aus den USA auf. Dritte ist die Kanadierin Michelle Kelly (0,49 Sekunden zurück). Auf rang vier mit 0,5 Sekunden Rückstand auf Platz drei besitzt auch noch Kerstin Jürgens vage Hoffnungen auf eine Medaille.

Ergebnisse

22. Februar:
Sonderparkplatz Falkenhainerhöhe nicht offen
Besucher werden nach Altenberg und Zinnwald umgeleitet

Altenberg (WM-Presse 2008) Der Parkplatz Falkenhainerhöhe kann am Wochenende nicht genutzt werden. Besucher der Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften Bob & Skeleton 2008 in Altenberg werden gebeten, die ausgeschilderten Parkplätze in Altenberg und Zinnwald (ehemalige Grenzübergangsstelle) zu benutzen. Der Shuttle-Verkehr zur Rennschlitten- und Bobbahn ist von allen Parkplätzen gewährleistet.
Der Parkplatz Falkenhainerhöhe kann am Wochenende wegen der hohen Bodennässe aus Sicherheitsgründen nicht verwendet werden.

21. Februar:
Weltcupsieger Kristan Bromley auf Goldkurs
Florian Grassl hält als Zweiter die BSD-Fahne hoch

Florian GrasslAltenberg (WM-Presse 2008) Während der britische Weltcupsieger Kristan Bromley seinen ersten WM-Titel ansteuert, hält Florian Grassl vom WSV Königssee als Zweiter bei der Entscheidung im Skeleton bei den Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften 2008 in Altenberg die Fahne des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) hoch.
Grassl, Sieger am Königssee, hat nach zwei von vier Läufen lediglich zwei Zehntelsekunden Rückstand auf den dreimaligen Europameister (1:57,03 Minuten), der noch nie eine WM-Medaille gewann. Dritter nach zwei von vier Läufen ist der Kanadier Jon Montgomery, der 0,57 Sekunden zurück liegt.
Auf Rang vier folgt überraschend Frank Rommel vom TSC Zella-Mehlis, den nur zwei Hundertstelsekunden von Bronze trennen. Die Entscheidung fällt in den Läufen Nummer drei und vier, die am Freitag (22. Februar 2008 / Start: 14.00 Uhr) auf dem Programm stehen.
Kristan Bromley (GBR / Zweimaliger Weltcup-Gesamtsieger):
"Zwei Zehntel sind nicht viel. Es würde ein Traum in Erfüllung gehen, wenn ich den WM-Titel gewinnen könnte."
Florian Grassl (GER /Weltcup-Sieger am Königssee 2008):
"Das Motto für Freitag lautet: Nach hinten absichern, nach vorne angreifen. Kristan Bromley hatte ich nach dem Training schon auf meiner Rechnung".

Ergebnisse

21. Februar:
Deutsche Skeleton Damen peilen Medaillen an
Anja Huber und Kerstin Jürgens mit Bestzeiten im Training

Kerstin Jürgens (links) und Anja HuberAltenberg (WM-Presse 2008) Anja Huber gewann am Montag Gold im Mannschafts-Wettbewerb, wollte diesen Erfolg bei den Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften im Bob & Skeleton 2008 in Altenberg aber nicht überbewerten. "Die wichtigen Rennen kommen noch", sagte die Europameisterin und meinte die Entscheidung im Skeleton der Damen am Freitag (22. Februar / Start: 09.00 Uhr) und Samstag (23. Februar / Start: 14.00 Uhr).
Nach den Eindrücken beim Training droht den ausländischen Teilnehmerinnen einmal mehr eine eindeutig Demonstration der Heimstärke durch die Gastgeber. Anja Huber (RC Berchtesgaden) und Kerstin Jürgens (RSG Hochsauerland) dominierten das Training, selbst die ehemalige Junioren-Weltmeisterin Marion Trott vom WSV Rennsteig Oberhof hielt Kontakt zur Spitze. Jens Müller - der Rennrodel-Olympiasieger und Weltmeister kehrte nach einem einjährigen Intermezzo wieder auf die Skeleton-Kommando-Brücke zurück - beobachtete dies wohlwollend.
Dabei hatten vor allem die US-Amerikanerin Katie Uhlaender, dank vier Saisonsiegen Weltcup-Gesamtsiegerin, und die Kanadierinnen Michelle Kelly (drei Saisonsiege) und Melissa Hollingsworth (zwei Saisonsiege) davon geträumt, Nachfolgerin von Noelle Pikus-Pace (USA) zu werden Die Titelverteidigerin und WM-Dritte von 2005 brachte kürzlich eine Tochter zu Welt und ist deshalb in Altenberg nicht mit von der Partie.
Wie die Schweizer Olympiasiegerin Maya Pedersen, die Anfang Februar ihr zweites Kind zur Welt brachte, möchte auch Noelle Pikus-Pace wieder in die Skeleton-Szene zurück kehren. Schließlich stehen in zwei Jahren die Olympischen Winterspiele im kanadischen Vancouver auf dem Terminplan.

20. Februar:
BSD-Garde fordert englisch-sprachige Favoriten heraus
Grassl / Haupt vs. Bromley, Lund, Bernotas und Montgomery

Florian GrasslAltenberg (WM-Presse 2008) Die Skeleton-Garde des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) fordert bei der Entscheidung der Herren am Donnerstag (21. Februar 2008) und Freitag (22. Februar 2008) im Rahmen der Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften Bob & Skeleton 2008 in Altenberg die englisch-sprachigen Favoriten heraus.
Der Deutsche Meister Sebastian Haupt von der RSG Hochsauerland und Florian Grassl (WSV Königssee), in diesem Winter Weltcup-Sieger am Königssee, wollen auf der anspruchsvollen Kunsteisbahn im Kohlgrund Weltcup-Gesamtsieger Kristan Bromley aus Großbritannien, den beiden US-Amerikanern Zach Lund und Eric Bernotas sowie dem Kanadier Jon Montgomery das Siegen schwer machen.
Außenseiterchancen haben auch noch der russische Junioren-Weltmeister Alexander Tretiakov, der Lette Martins Dukurs als Sieger von Winterberg und Ben Sandford, dessen Onkel Bruce 1992 den bislang einzigen Titel für Neuseeland gewann. Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Name Jeff Pain (Kanada). Der Weltmeister von 2003 und 2005 qualifizierte sich nur über Umwege für den Saisonhöhepunkt und kam bei seinem einzigen Weltcup-Start in Winterberg lediglich auf Rang elf.
Team-Weltmeister und Deutscher Meister - Sebastian Haupt In Altenberg wird auf jeden Fall ein neuer Weltmeister gekürt, da Titelverteidiger Gregor Stähli aus der Schweiz ein Jahr pausiert. Der Eidgenosse wäre im Sommer beinahe deutscher Bundestrainer geworden, hatte es aber am Ende vorgezogen, für den Baukleber-Produzenten Sika ein Skeleton-Team aufzubauen.
Das deutsche Skeleton-Team wird nun in Altenberg von Jens Müller, Olympiasieger 1988 und Weltmeister 2000 im Rennrodeln, trainiert.

20. Februar:
Viererbob-WM ohne Österreicher Stampfer

Ohne den Österreicher Wolfgang Stampfer geht am Wochenende bei den Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften 2008 Bob & Skeleton die Entscheidung im Viererbob über die Bühne.

Zur Pressemeldung

18. Februar:
Team Deutschland gewinnt Mannschafts-Wettbewerb
Silber an Kanadas Vertretung – Bronze an Team USA

Die Team-Weltmeister von AltenbergAltenberg (WM-Presse 2008) Das deutsche Team hat bei den Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften Bob & Skeleton in Altenberg die dritte Goldmedaille gewonnen. Beim Mannschafts-Wettbewerb verwies die Auswahl des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) mit Matthias Höpfner/Alexander Mann (Zweierbob), Sandra Kiriasis/Berit Wiacker (Damenbob) sowie Sebastian Haupt (Skeleton Herren) und Anja Huber (Skeleton Damen) die Vertretungen von Kanada und USA auf die Plätze zwei und drei.
Vor dem Team-Wettbewerb hatte der BSD bereits Gold durch André Lange/Kevin Kuske im Zweierbob und Sandra Kiriasis/Romy Logsch gewonnen.
Deutschland siegte in einer Gesamtzeit von 3:57,20 Minuten. Auch ohne Pierre Lueders, der laut offiziellen Angaben wegen einer starken Erkältung bei der WM nicht mit von der Partie ist, holte sich Kanada in der Besetzung Lyndon Rush/Nathan Cross, Kaillie Humphries/Jenni Hucul, Jon Montgomery und Michelle Kelly die Silbermedaille. Bronze gewann das Team USA in der Besetzung Steven Holcomb/Curtis Tomasevicz, Erin Pac/Emily Azevedo, Zach Lund und Katie Uhlaender.

Der Mannschafts-Wettbewerb zählt erst seit den Titelkämpfen 2007 in St. Moritz (Schweiz) zum offiziellen WM-Programm. Die Aufnahme in das Programm von Olympischen Spielen hatte das Internationale Olympische Komitees (IOC) im Herbst 2006 abgelehnt.

Ergebnisse
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18. Februar:
Hervorragende Einschaltquoten bei Bauhaus FIBT WM
ZDF erreicht in Altenberg über 24 Prozent Marktanteil

Das ZDF überträgt die WettkämpfeAltenberg (WM-Presse 2008) Mit hervorragenden Einschaltquoten glänzte das erste Wochenende bei den Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften in Altenberg. Das ZDF erreichte bei den Übertragungen von den Entscheidungen im Damenbob und Zweierbob der Herren Marktanteile von bis zu 24,4 Prozent.
Diese Marke wurde im ersten und zweiten Lauf der Herren am Samstag dank 2,57 Millionen TV-Zuschauern erreicht. Die Goldfahrt von André Lange/Kevin Kuske am Sonntag sahen 2,85 Millionen ZDF-Zuschauer. Dies entspricht einem Marktanteil von 20,1 Prozent. Den Dreifach-Erfolg der deutschen Bobpilotinnen verfolgten 2,48 Millionen (Marktanteil 17,1 Prozent).
Die besten Quoten am Wochenende erzielte fast schon traditionell Biathlon. Bei der WM im schwedischen Östersund verfolgten bei der Staffel-Entscheidung durchschnittlich 5,31Millionen Zuschauer (Marktanteil: 31,6 Prozent) den Sieg des deutschen Quartetts. Beim Massenstart der Herren saßen 4,52 Millionen Zuschauer (Marktanteil 31,1 Prozent) vor den TV-Geräten.

17. Februar:
André Lange gewinnt drittes WM-Gold im Zweierbob
Thomas Florschütz Zweiter vor Alexandr Zubkov

André Lange auf Händen getragen von seinem Anschieber Kevin KuskeAltenberg (WM-Presse 2008) André Lange aus Deutschland gewann bei den Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften in Altenberg sein drittes WM-Gold im Zweierbob an. Nach vier Läufen siegte der Olympiasieger, Titelverteidiger und Weltcup-Gesamtsieger in einer Gesamtzeit von 3:40,58 Sekunden. Lange/Kuske, die schon 2003 und 2007 Zweierbob-Weltmeister waren, fuhren in allen vier Durchgängen Bestzeit.
Silber ging an die Teamkollegen Thomas Florschütz/Mirko Pätzold, die 1,06 Sekunden zurück lagen. Auf der "Zielgeraden" fingen Alexandr Zubkov/Alexey Voevoda (RUS) noch Matthias Höpfner/Alexander Mann aus dem Bob Deutschland III ab, und gewann mit einem Vorsprung von acht Hundertstelsekunden die Bronzemedaille.
André Lange (GER / Olympiasieger, Titelverteidiger und Weltcup-Gesamtsieger):
"Altenberg macht den Unterschied. Wir haben die meiste Vorbereitung hier gehabt. Man hat ja auch gesehen, dass die ausländischen Piloten hier so ihre Probleme haben. Wichtig war auch, dass ich mit Kevin viel PS auf dem Schlitten hatte. Für den Vierer habe ich auch noch zwei zusätzliche Rennpferde, die auch schon mit den Hufen scharren."
Glückliche Zweite - Thomas Florschütz und Mirko Pätzold Thomas Florschütz (GER / Weltcup-Zweiter Park City und Winterberg):
"Ich habe vorher gesagt, dass die anderen sich warmanziehen müssen. Bis auf André ist uns dieses Vorhaben ja auch gelungen. Aber André ist am Start einfach meisterlich. Die WM-Nacht, zwischen zweiten und dritten Lauf war gar nicht so schlimm, ich habe mein Gute-Nacht-Bier getrunken."
Alexandr Zubkov (RUS / Olympia-Zweiter Vierer 2006, Europameister Zweier 2008):
"Auf der Heimbahn der Deutschen ist es natürlich für uns Ausländer besonders schwer. Wir sind deshalb zufrieden. Bronze ist ein großer Erfolg für uns und Russland. André läuft den anderen am Start ja schon davon, da bleibt für uns nur noch der Kampf um Silber und Bronze."


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16. Februar:
Sandra Kiriasis zum 3. Mal Weltmeisterin
Silber an Martini – Bronze für Schramm

3-facher Erfolg für die deutschen BSD-AthletinnenAltenberg (WM-Presse 2008) Sandra Kiriasis aus Deutschland ist und bleibt das Maß aller Dinge im Damenbob. Bei den Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften in Altenberg gewann die Olympiasiegerin von 2006 zusammen mit ihrer Bremserin Romy Logsch zum dritten Mal nach 2005 und 2007 die Goldmedaille. Sandra Kiriasis, die auch sechs Mal in Folge die Gesamtwertung im Damenbob-Weltcup gewonnen hat, siegte vor den Augen von Dr. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), in einer Gesamtzeit von 3:49,50 Minuten.
Die Silbermedaille holten sich vor insgesamt 5.000 Zuschauern Cathleen Martini/Janine Tischer (SC Oberbärenburg), die nach vier Läufen einen Rückstand von nur 0,26 Sekunden hatten.
Die Oberhoferinnen Claudia Schramm/Nicole Herschmann (1,32 Sekunden zurück) machten auf Rang drei den Erfolg für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) perfekt.


Ergebnisse
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16. Februar:
André Lange steuert drittes WM-Gold im Zweierbob an
Thomas Florschütz Zweiter vor Matthias Höpfner

Thomas Florschütz und Mirko  Pätzold im KreiselAltenberg (WM-Presse 2008) André Lange aus Deutschland steuert bei den Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften in Altenberg sein drittes WM- Gold im Zweierbob an. Nach zwei von vier Läufen führt der Olympiasieger, Titelverteidiger und Weltcup-Gesamtsieger zusammen mit seinem Bremser Kevin Kuske das Feld der insgesamt 30 Schlitten deutlich an.
Lange/Kuske, die schon 2003 und 2007 Zweierbob-Weltmeister waren, haben bei "Halbzeit" in 1:50,58 Minuten bereits ein komfortables Polster von 0,72 Sekunden auf die Zweitplatzierten und Teamkollegen Thomas Florschütz/Mirko Pätzold. Auf Rang drei folgen Matthias Höpfner/Alexander Mann aus dem Bob Deutschland III, die bereits einen Rückstand von 0,82 Sekunden haben.
André Lange (GER / Olympiasieger, Titelverteidiger und Weltcup- Gesamtsieger):
"Nach der schlechten Generalprobe bei der DM ist nun alles im Lot. Wir haben alles speziell auf diese WM ausgerichtet. Aber am Sonntag kann noch viel passieren."
Thomas Florschütz (GER / Weltcup-Zweiter Park City und Winterberg):
"André fährt am Start in einer anderen Liga. Bei einem Vorsprung von 72 Hundertstelsekunden ist Gold praktisch vergeben. Wir wollten - gerade nach den Eindrücken beim Training - André vielleicht ein bisschen ärgern. Aber daraus wird nichts mehr."
Matthias Höpfner (GER / Olympia-Fünfter und Deutscher Meister Zweierbob 2003, 2006 und 2008):
"Es läuft alles nach Plan. Wir hatten einen Fehler bei der Ausfahrt Kurve neun, deshalb auch der Rückstand auf Thomas Florschütz. Am Sonntag ist aber noch alles für uns drin."


Ergebnisse

15. Februar:
Sandra Kiriasis auf dem Weg zum dritten WM-Gold
Cathleen Martini Zweite vor Claudia Schramm

Cathleen Martini und Janine Tischer beim StartAltenberg (WM-Presse 2008) Sandra Kiriasis aus Deutschland ist auf dem Weg, zum dritten Mal nach 2005 und 2007 Weltmeisterin im Damenbob zu werden. Bei den Bauhaus FIBT Weltmeisterschaften in Altenberg fährt die Olympiasiegerin von 2006 zusammen mit ihrer Bremserin Romy Logsch nach zwei von vier Läufen und einer Gesamtzeit von 1:55,06 Minuten das Feld der 23 Schlitten an.
Zweite bei "Halbzeit" sind Cathleen Martini/Janine Tischer (0,08 Sekunden zurück) vom SC Oberbärenburg vor den beiden Oberhoferinnen Claudia Schramm/Nicole Herschmann (0,45 Sekunden zurück).
Die Entscheidung fällt am Samstag (Start: 14.30 Uhr) in den Durchgängen Nummer drei und vier.
Sandra Kiriasis (GER / Olympiasiegerin 2006, Weltmeisterin 2005 und 2007):
"Ich hätte nicht gedacht, dass wir nach der schlechten zweiten Fahrt überhaupt noch in Führung liegen. Wir hatten richtige Zeitfresser im zweiten Lauf. Aber so wird es wenigsten noch spannend am zweiten Tag."
Cathleen Martini (GER / Vize-Weltmeisterin 2007, Europameisterin 2004 und 2005):
"Ich ärgere mich, Sandra wäre zu packen gewesen. Wenn man die Kurve neun und zehn herausschneidet, könnte ich zufrieden sein. Am Start haben wir auch noch Reserven."
Claudia Schramm (EM-Zweite 2004):
"An eine Medaille denke ich noch nicht. Wir wollen den Ball schön flach halten."



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